Bertram Böhm — Rechtsanwalt und systemischer Aufsteller, Eching bei München

Das Unsichtbare sichtbar machen

Seit über 25 Jahren begleite ich Menschen und Unternehmen dabei, das Unsichtbare sichtbar zu machen und Ordnung in Systeme zu bringen. Was als Skepsis begann, ist heute meine Berufung — neben und in Ergänzung zu meiner Arbeit als Rechtsanwalt.

Ich bin Rechtsanwalt und systemischer Aufsteller. Zwei Berufe, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Doch beide suchen nach demselben: Ordnung. Im Recht wie im System geht es darum, Zusammenhänge zu erkennen, Verantwortungen zuzuordnen und einen guten Platz für jeden Beteiligten zu finden.

Meine Praxis liegt in Eching bei Freising, im Großraum München. Von hier aus arbeite ich mit Einzelpersonen, Paaren, Familien und Unternehmen — in Seminaren, Einzelsitzungen und Organisationsaufstellungen.

„Seine Gabe ist Klarheit — er bringt Ordnung in Systeme.“

Mein Weg — vom Recht zur Aufstellung

Es begann mit einer Bergwanderung, die ich nie gemacht habe.

2001 hatte ich ein Wochenende in den Bergen geplant und tauschte es im letzten Moment gegen ein Aufstellungs-Seminar — meine damalige Frau hatte mir davon erzählt, von einer Wirklichkeit, die sich darin zeige. Ich hörte zu, wie ein Anwalt zuhört: höflich, skeptisch, innerlich schon die Einwände sortierend. Als Rechtsanwalt kümmert man sich um das, was beweisbar ist, nicht um Möglichkeiten, die vielleicht völlig unrealistisch sind. Ich ging trotzdem mit.

Das erste Seminar leitete Marianne Franke-Gricksch. Was mich zuerst irritierte, war nicht das Geschehen im Raum, sondern ihre Art zu arbeiten: Sie hielt immer wieder inne und spürte nach, statt eine feste Meinung zu behaupten. Für jemanden, der gewohnt ist, sachlich zu argumentieren, war das ein fast unerträglicher Zustand. Ich saß da und dachte: Ich bin hier der einzige Normale.

Dann wurde ich als Stellvertreter in eine fremde Aufstellung gerufen — und in eine Bewegung gebracht, die ich nicht für möglich gehalten hatte. Die Position, in die es mich zog, entsprach genau der, die ich auch im eigenen Leben einnahm. Das war der erste Riss in meiner Skepsis. Er hat sich nie wieder ganz geschlossen.

Aus diesem einen Wochenende sind fünfundzwanzig Jahre geworden. Was mich als Jurist hierher gebracht hat, ist heute mein größtes Werkzeug: die Fähigkeit, einen Konflikt von zwei Seiten zu sehen — was juristisch geklärt gehört, und was im System in Bewegung kommen muss, damit überhaupt wieder Verständigung möglich wird.

Meine Lehrer

Ich habe bei vielen gelernt, aber vier Menschen stehen für das, wie ich heute arbeite. Jeder steht für etwas Eigenes.

Bert Hellinger — Klarheit

Begründer der Familienaufstellung. Was mich festhielt, war keine Theorie, sondern eine Klarheit, mit der er eine Aufstellung leitete wie kein anderer: wenig Worte, präzise Bewegungen, eine Stille, in der man hören konnte, dass etwas geschieht, bevor man es verstand. Was Hellinger konnte, war nicht lehrbar — was er hinterlassen hat, ist es.

Jakob Schneider — Öffnung

Bei ihm machte ich mehrere eigene Aufstellungen, die zugleich Ausbildung waren. Von ihm habe ich gelernt, dass Aufstellen keine Frage der Technik ist, sondern der inneren Öffnung: Man kann nur so weit begleiten, wie man bereit ist, sich selbst für die anderen zu öffnen.

Gunthard Weber — Stille

Pionier der Organisationsaufstellung und ruhiger Wegbegleiter Hellingers, dessen Arbeit er über Jahre dokumentiert hat. Für mich einer der besten Beobachter, die ich kenne — jemand, der begleitet, ohne zu drängen. Von ihm habe ich die ruhige Haltung gelernt.

Insa Sparrer & Matthias Varga von Kibéd — Methode

Begründer der Systemischen Strukturaufstellungen. Ihr Weg war abstrakter und formaler, als mir zunächst lieb war. Und doch erkannte ich in ihrer Tetralemma-Aufstellung ein wunderbares Verfahren — eines, mit dem sich Gefühle, Menschen und Fragen repräsentieren lassen. Von ihnen habe ich gelernt, dass auch die Methode selbst ein Werkzeug sein kann.

Vier Lehrer, vier Worte: Klarheit, Öffnung, Stille, Methode. Aus ihnen ist mein eigener Weg geworden.

Meine Haltung

Ich arbeite direkt

Ich verpacke nichts in Watte und ich umkreise keine Themen. In meiner Arbeit geht es nicht darum, Probleme endlos zu erforschen, sondern darum, sie klar zu benennen und anzugehen. Wer zu mir kommt, bekommt Klarheit — auch wenn sie unbequem ist.

Ich will Veränderung

Verstehen allein verändert nichts. Ich arbeite nicht dafür, dass Sie Ihr Problem besser verstehen, sondern dafür, dass sich etwas bewegt. Eine Aufstellung ist kein Selbstzweck — sie soll Wirkung zeigen, im Leben, in der Familie, im Unternehmen.

Ich bringe Ordnung

In Familiensystemen, in Organisationen, in rechtlichen Konflikten — überall dort, wo Verwirrung herrscht, bringe ich Ordnung. Als Rechtsanwalt ordne ich das Recht. Als Aufsteller ordne ich Systeme. Es ist dieselbe Grundhaltung: Klarheit schaffen, wo Chaos regiert.

Wenn ich eines aus all den Jahren mitgenommen habe, dann dieses: Eine Aufstellung gelingt nicht, weil der Leiter viel macht, sondern weil er dem Wesentlichen Raum lässt, sich selbst zu zeigen.

Den Wendepunkt dafür hat Hellinger selbst gesetzt — mit der „Bewegung der Seele“. Früher steuerte er stärker, stieß die Bewegungen an. Später durfte sich die Lösung von selbst zeigen: Man wartet, statt zu führen. Man lässt erscheinen, statt zu machen. Genau dieses Vertrauen — dass sich das Wesentliche zeigt, wenn man ihm nur den Raum lässt — ist es, was ich weitertragen möchte.

Daraus folgt auch, wie ich nicht arbeite. Aus meiner Sicht nehmen heute viele den Betroffenen zu viel ab. Sie versuchen zu erleichtern — und erschweren damit die Lösung. Der Mensch geht dann vermeintlich glücklicher, aber ungelöst. Ich arbeite lieber am Konkreten und traue den Beteiligten zu, ihren eigenen Platz selbst einzunehmen. Das ist unbequemer und ehrlicher.

Diese Arbeit reicht für mich über die einzelne Familie hinaus. Im Vorstand von Mehr Demokratie e. V., dem ich über zehn Jahre angehörte, haben wir politische Aufstellungen gemacht — zu Fragen jenseits der einzelnen Familie. Dass diese Arbeit auch dort etwas sichtbar machen kann, wo sonst nur gestritten wird, ist die Entwicklung, die mich am meisten freut.

Was mich auszeichnet

Rechtsanwalt + Aufsteller

Eine einzigartige Kombination: Die analytische Schärfe des Juristen verbunden mit der systemischen Tiefe der Aufstellungsarbeit.

25 Jahre Erfahrung

Seit 2001 bin ich der Aufstellungsarbeit verbunden. Über 200 Aufstellungen haben meinen Blick geschärft.

Direkte Hellinger-Schülerschaft

Ausgebildet beim Begründer der Familienaufstellung selbst — und bei weiteren Pionieren der systemischen Arbeit.

Breites Spektrum

Familie, Organisation, Recht — ich decke ein breites Feld ab und finde für jedes Anliegen den passenden Zugang.

Region München / Freising

Verwurzelt in Eching bei Freising, im Großraum München. Gut erreichbar, persönlich und nah.

Klarheit und Direktheit

Kein Drumherum, keine leeren Worte. Ich arbeite klar, direkt und ergebnisorientiert — damit sich etwas bewegt.

Auf einen Blick

Lernen Sie mich in einem Seminar kennen

Der beste Weg, meine Arbeit zu verstehen, ist sie zu erleben. In meinen Seminaren können Sie die Kraft der Aufstellungsarbeit selbst erfahren — als Aufstellender oder als Stellvertreter.

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